Im Interview verrät Christoph nicht nur spannende Erfolgsgeschichten 🚀, sondern auch den ein oder anderen Fail 🤦♂️ – der uns jedoch nur dazu antreibt, noch besser zu werden.
Christoph, vergangenen Donnerstag warst Du quasi schon auf dem Weg ins feiertagsverlängerte Wochenende, als es plötzlich noch mal hektisch wurde. Erzähl‘ doch mal…
CQ: Richtig, auf einmal erreichten uns zwei Anfragen von unterschiedlichen Kunden, es handelte sich um jeweils fünf Geräte mit teilweise komplizierten Anforderungen an Bauart und Hubhöhe, und kurioserweise handelte es sich beim Einsatzort auch noch jeweils um das BMW-Gelände in München, wo derzeit eine neue Produktionsstätte für E-Fahrzeuge gebaut wird. Dort haben wir derzeit 44 Geräte aus unserem Bestand am Laufen, und auch diese kurzfristige Anfrage konnten wir durch unser großes Netzwerk noch rechtzeitig vor dem Wochenende bewerkstelligen.
Andernfalls wäre es auch eine denkbar schlechte Einstiegsfrage gewesen…
CQ (lacht): Das stimmt, aber auch Fails gehören dazu.
Ehe wir über solche sprechen, lass uns noch einmal kurz und prägnant zusammenfassen, wofür EURORENT eigentlich steht. Der Name verrät es zwar fast schon, doch noch immer kennt nicht jeder das kleine, aber feine, durch Dich als Inhaber geführte Unternehmen aus dem beschaulichen Wendelstein bei Nürnberg.
CQ: Du sagst es, der Name steht an sich für sich: Wir vermieten europaweit – aber teilweise auch darüber hinaus – flexibel und preiswert Arbeitsbühnen, Stapler, Baumaschinen und Container an gewerbliche Kunden und teilweise auch solche Vermieter, die unsere Geräte dann erneut weitervermieten. So entsteht ein immer größer werdendes Netzwerk, in dem wir uns durch individuelle Stärken auszeichnen.
Welche genau sind das?
CQ: Ich will uns nicht zu sehr selbst loben, aber unsere über halb bis ganz Europa verteilten Kunden schätzen an uns neben der eingangs beschriebenen Flexibilität und schnellen Reaktionszeit sowie einer nicht zuletzt durch starke Partner europaweiten Abdeckung, die in der Regel für verringerte Transportkosten sorgt, sicher auch den Wegfall nahezu jeder Sprachbarriere durch ein mehrsprachiges Team, in dem – und auch das ist in der Branche nicht selbstverständlich – jeder und jede Einzelne so erfahren ist, dass er oder sie am Telefon vom Moment der ersten Anfrage an schnell und kompetent Auskunft geben kann. Und ich könnte noch einiges mehr aufzählen…
Bitte, es ist Deine Bühne!
CQ: Ob Kurz- oder Langzeitmiete, unser Ziel ist es, unkomplizierte Prozesse und technisch kompetenten Rundumservice aus einer Hand – von der Gerätemiete bis zur Dieselversorgung – zu bieten; und das zu selbstverständlich konkurrenzfähigen und jederzeit transparenten Preisen ohne versteckte Kosten.
Welche Trends erkennst Du aktuell im Vermietungsgeschäft?
CQ: Darauf gibt es eine einfache Antwort: Flexibilität ist gefragter denn je! Bauprojekte im Jahr 2025 bedürfen schneller Lösungen; Engpässe bei Maschinen oder Personal sorgen für wachsenden Bedarf an kurzfristiger Miettechnik. So erklärt sich unser Credo: Wir helfen – schnell, zuverlässig, ohne unnötige Bürokratie!
Zurück nach München, zurück zu BMW: Fühlt es sich gut an, ein kleiner Teil eines solchen Zukunftsprojekts zu sein, oder überwiegen der Druck und die Verantwortung, wenn mal was schiefgeht?
CQ: Beides! Wir betreuen bei besagtem Projekt Kunden aus vier verschiedenen Ländern, das setzt neben Flexibilität eben auch Zuverlässigkeit voraus. Und doch kann auch immer was schiefgehen, davor ist nun mal niemand gefeit. Fällt aber eine Maschine aus, kommen ganze Prozesse ins Stocken. Uns betraf das vor einiger Zeit, als ein vollbeladener LKW auf der Autobahn mit geplatztem Reifen liegenblieb, ein Ersatzfahrzeug losgeschickt und die Geräte an Ort und Stelle umgeladen werden mussten, um die Lieferung noch einigermaßen termingerecht zu schaffen. Ganz ehrlich: Da kommen wir als Team schon kollektiv ins Schwitzen!
Und die Kosten werden in so einem Fall auf den Kunden umgelegt?
CQ: Natürlich nicht! Unser Antrieb ist es, unsere Kunden nicht hängenzulassen, sondern alles zu daran zu setzen, dass seine Geräte ankommen – im worst case wie diesem zahlen wir auch mal drauf. Über allem steht, dass das Projekt, um das es gerade geht, erfolgreich abgeschlossen werden kann.
Zum Abschluss: Welche größten Erfolgsgeschichten von EURORENT fallen Dir spontan ein?
CQ: Lust auf eine kleine Weltreise (lacht)? Dann los, starten wir in England: Dorthin mussten einmal fünf Großgeräte, Teleskoparbeitsbühnen von 48 bis 57 Metern, verschifft werden, inklusive Zollabwicklung sowie Koordination von Speditionen und Seefracht für ein internationales Großprojekt. Haken dran – geschafft!
Wohin geht es als nächstes?
CQ: Nach Galizien, eine der am dünnsten besiedelten Regionen Spaniens. Dort hatte ein spanischer Vermieter seine beiden Mobilkrane für den 29.9. weniger als 24 Stunden vorher storniert, am 28. – der Vorgang liegt also noch gar nicht lange zurück – meldete der Kunde sich verzweifelt bei uns. Sein Projekt fand irgendwo im Nirgendwo statt, aber nach ein paar (mehr) Telefonaten konnten wir auch ihm weiterhelfen: Zwei Krane standen per Expresslieferung tags darauf pünktlich auf der Baustelle.
Und jetzt – das große Finale?
CQ: Wir haben viel über Europa gesprochen – aber auch auf dem globalen Markt bauen wir unsere Präsenz kontinuierlich aus und setzen so klare Zeichen für die internationale Bedeutung von EURORENT als Spezialist im Bereich der Staplervermietung. Im Februar erreichte uns eine Anfrage für ein Bauvorhaben in Jeonju, Südkorea. Trotz der großen geografischen Distanz und der auch nicht unerheblichen Zeitverschiebung gen Osten gelang es uns als Team, eine reibungslose Kommunikation mit dem Partner zu gewährleisten – auch zu später Stunde und während der Nacht in Europa. Damit möchte ich in erster Linie unsere Serviceorientierung unterstreichen. Bereits drei Tage nach der initialen Anfrage konnten wir ein maßgeschneidertes Angebot übermitteln und in die konkrete Umsetzung gehen. Die Anfrage aus Südkorea zeigt, dass unser Netzwerk und unsere Expertise weltweit geschätzt werden.
Also steht zeitnah eine Umbenennung des Unternehmens in GLOBALRENT zu erwarten?
CQ (lacht): Das ist nicht geplant. Aber der grundsätzliche Gedanke dahinter, dass EURORENT als etablierte Vermietungsgesellschaft sich mit unserer umfangreichen Erfahrung und unserem langjährigen Know-How in zunehmendem Maße auch über die Grenzen Deutschlands oder Europas hinaus einen Namen bei Industrieunternehmen sowie Baufirmen macht, gefällt mir schon sehr gut!



