Johannes Stöhr seit dem 15.02.2025 bist du Teil von EURORENT Network – dein erster Jahrestag liegt gerade hinter dir. Wie blickst du auf dein erstes Jahr im Unternehmen zurück?
Mit viel Dankbarkeit – und ehrlicherweise auch mit Stolz. Das erste Jahr ist immer eine Phase des Ankommens und Einordnens. Gleichzeitig wollte ich von Anfang an gestalten und Impulse setzen. Ich habe schnell gemerkt, dass hier nicht nur Prozesse zählen, sondern Menschen. Das hat mir den Einstieg leicht gemacht. Das erste Jahr war intensiv – aber genau das macht es spannend. Wachstum entsteht selten im Leerlauf.
Du bist schon viele Jahre in der Arbeitsbühnen- und Staplerbranche tätig und hast dir deinen eigenen Kundenstamm aufgebaut – was war für dich dabei der entscheidende Erfolgsfaktor?
Ganz klar: Vertrauen. In unserer Branche geht es natürlich um Technik, Preise, Verfügbarkeit und vor allem Schnelligkeit. Langfristige Kundenbeziehungen entstehen aber nicht über das beste Angebot, sondern über Verlässlichkeit. Ich habe früh verstanden, dass mein Job nicht darin besteht, Maschinen zu verkaufen, sondern Lösungen zu schaffen. Das bedeutet: zuhören, Prozesse beim Kunden verstehen und auch mal ehrlich sagen, wenn etwas keinen Sinn macht. Ein weiterer Punkt war Konsequenz: Kontinuität im Kontakt, schnelle Reaktionszeiten und das Versprechen, erreichbar zu sein – gerade wenn es auf der Baustelle „brennt“. Am Ende sind es nicht die Maschinen, die Kunden binden. Es ist das Gefühl, einen verlässlichen Partner an der Seite zu haben.
Was hat dich damals überzeugt, Teil von EURORENT Network zu werden, und was hat sich seit deinem Start bestätigt?
Die Kombination aus unternehmerischem Denken, kurzen Entscheidungswegen und echtem Gestaltungsfreiraum. Mich hat gereizt, nicht nur Teil eines Systems zu sein, sondern aktiv mit entwickeln zu können – strategisch, nah am Markt und mit klarem Wachstumsfokus. Bestätigt hat sich, dass nicht nur über Innovation gesprochen wird, sondern sie auch gelebt wird. Schnelligkeit, Pragmatismus und Teamgeist sind keine Schlagworte, sondern Alltag. Genau das macht für mich den Unterschied.
Du bist nicht nur im Büro aktiv, sondern auch regelmäßig bei Kunden, Besichtigungen und auf Messen unterwegs – warum ist dir diese Nähe zum Markt so wichtig?
Weil Strategie ohne Marktnähe nur Theorie ist. Ich kann nur gute Entscheidungen treffen, wenn ich sehe, wie unsere Maschinen tatsächlich eingesetzt werden, welche Herausforderungen auf der Baustelle entstehen und was Kunden wirklich bewegt. Der direkte Austausch vor Ort gibt mir ein realistisches Bild vom Markt. Trends, neue Anforderungen und auch Probleme erkennt man nicht am Schreibtisch, sondern im Gespräch. Wer nah dran ist, kann schneller reagieren, bessere Lösungen entwickeln und nachhaltiger wachsen.
Wenn du draußen unterwegs bist und EURORENT Network repräsentierst – wofür soll das Unternehmen deiner Meinung nach stehen?
Für mich gibt es hier drei Säulen. Die erste Säule ist Verlässlichkeit: Was wir zusagen, halten wir. Die zweite Säule ist Kompetenz mit Praxisbezug: Wir reden nicht nur über Geräte, sondern verstehen Einsatzbereiche, Abläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge. Die dritte Säule ist Fortschritt mit Augenmaß: Innovation ja – aber immer mit klarem Mehrwert für den Kunden: effizienter, sicherer, wirtschaftlicher. Am Ende soll EURORENT als Partner wahrgenommen werden, der mitdenkt, Verantwortung übernimmt und langfristig denkt – nicht nur bis zum nächsten Auftrag.
Welche Rolle spielt der persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern heute noch, obwohl unsere Branche immer digitaler wird?
Persönliche Kontakte bleiben unersetzlich – gerade in einer digitalen Welt. Digitalisierung beschleunigt Prozesse und erleichtert den Informationsaustausch, aber echte Beziehungen entstehen nur im direkten Austausch. Auf Baustellen, bei Besichtigungen oder Messen merkt man sofort, worauf es Kunden wirklich ankommt. Vertrauen, Verständnis und Verlässlichkeit lassen sich digital nur begrenzt vermitteln. Für mich ist der persönliche Kontakt das Fundament jeder Zusammenarbeit: Er schafft Nähe, öffnet Türen für Innovationen und sorgt dafür, dass Lösungen praxisnah und nachhaltig sind. Ohne diesen persönlichen Draht würden wir viele Chancen schlicht übersehen.
Welche Entwicklungen beobachtest du aktuell in der Arbeitsbühnen- und Staplerwelt, die die Branche in den nächsten Jahren prägen werden?
Die Branche steht aktuell vor mehreren klaren Entwicklungstrends, die sie in den nächsten Jahren prägen werden. Ich möchte es in vier Punkte gliedern.
Punkt 1: Elektrifizierung & Nachhaltigkeit.
Der Wandel hin zu elektrischen und hybriden Arbeitsbühnen und Staplern ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität. Immer mehr Geräte werden emissionsfrei, leiser und effizienter. Das verändert, wie wir Flotten planen und beraten.
Punkt 2: Digitalisierung & Smart Fleet Management.
Telematik und datenbasierte Flottensteuerung gewinnen enorm an Bedeutung. Echtzeit-Monitoring, Predictive Maintenance und digitale Serviceprozesse erhöhen die Verfügbarkeit und senken Kosten. Das wird für Vermieter und Nutzer zum Standard.
Punkt 3: Sicherheit & Assistenzsysteme.
Neue Assistenz- und Sensorsysteme, etwa zur Kollisionsvermeidung oder Stabilitätsüberwachung, werden zunehmend integriert. Das steigert die Sicherheit auf der Baustelle.
Punkt 4: Anpassung an urbane Bedürfnisse.
Kompakte, flexible Maschinen für enge Baustellen oder Innenräume sind stark im Kommen – sowohl bei Arbeitsbühnen als auch bei Staplern im innerstädtischen und industriellen Einsatz. Kurz gesagt: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Sicherheit werden die strategischen Stellschrauben sein, an denen sich Produkt- und Geschäftsmodelle in unserer Branche ausrichten müssen.
Was unterscheidet aus deiner Sicht erfolgreiche Zusammenarbeit langfristig von kurzfristigen Geschäftsbeziehungen?
Kurzfristige Geschäfte funktionieren über den Preis – langfristige Partnerschaften über Vertrauen. Wer zuhört, zuverlässig ist und gemeinsam Lösungen entwickelt, schafft echten Mehrwert für beide Seiten. Genau das macht Zusammenarbeit nachhaltig und erfolgreich.
Nach vielen Jahren in der Branche: Was motiviert dich persönlich weiterhin jeden Tag aufs Neue?
Nach all den Jahren motiviert mich vor allem eines: echte Lösungen zu schaffen, die Kunden wirklich weiterbringen. Kein Tag ist wie der andere – neue Baustellen, neue Herausforderungen, neue Ideen. Genau diese Mischung aus Dynamik, Praxis und Wirkung hält mich neugierig und macht mir jeden Tag aufs Neue Spaß.
Wenn du nach vorne blickst – welche Rolle möchtest du künftig innerhalb von EURORENT Network einnehmen und welchen Beitrag willst du zum weiteren Wachstum leisten?
Welche Rolle ich künftig einnehme, entscheidet mein Chef. 😉 Ich möchte künftig gerne noch stärker in strategische Projekte einsteigen. Mein Ziel ist es, das Wachstum von EURORENT aktiv mitzugestalten – durch praxisnahe Ideen, nachhaltige Partnerschaften und die Umsetzung von Trends, die unsere Flotten, Services und Kundenbeziehungen zukunftssicher machen.



